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Anleitung

Getreide mahlen mit der Küchenmaschine: Mühle und Flockenquetsche

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Wer Vollkornbrot backt, kommt früher oder später auf die Idee, das Mehl selbst zu mahlen. Frisch gemahlenes Mehl riecht intensiver, und Sie wissen genau, welches Korn darin steckt. Eine eigene Getreidemühle ist eine Anschaffung, die Platz braucht. Für viele Küchenmaschinen gibt es deshalb Mühlen und Flockenquetschen als Aufsatz. Diese Seite erklärt, was diese Vorsätze leisten, wie Sie sie benutzen und wie Sie mit frischem Vollkornmehl backen.

Welche Aufsätze es gibt

Getreidemühlen-Vorsätze werden an den Zubehörantrieb der Küchenmaschine gesteckt. Bei KitchenAid ist das die Nabe vorn am Kopf, bei Kenwood einer der Antriebe am Kopf, bei Bosch der Antrieb am Schwenkarm. Je nach Modellreihe bieten die Hersteller eigene Mühlen an, daneben gibt es Vorsätze spezialisierter Mühlenhersteller.

Flockenquetschen walzen ganze Körner, meist Hafer, zu Flocken. Auch sie gibt es als Vorsatz für einige Maschinen, oft von Drittanbietern. Prüfen Sie bei jedem Aufsatz genau, für welche Modellreihe er freigegeben ist. Eine Übersicht des Zubehörs geben die Beiträge KitchenAid Zubehör, Kenwood Chef Zubehör und Bosch MUM Zubehör.

Die Mahlwerke unterscheiden sich. Manche Vorsätze arbeiten mit Stahlmahlwerk, andere mit Steinen oder Keramik. Für Haushaltsmengen sind beide Varianten geeignet. Wichtiger als das Material ist, dass sich die Feinheit verstellen lässt, damit Sie vom groben Schrot für Vollkornbrot bis zum feineren Vollkornmehl für Brötchen alles mahlen können.

Was sich mahlen lässt und was nicht

Getreidemühlen sind für trockenes, sauberes Getreide gemacht. Feuchte, ölhaltige oder sehr harte Zutaten können das Mahlwerk verkleben oder beschädigen. Was im Einzelnen freigegeben ist, steht in der Anleitung des Vorsatzes.

Schritt für Schritt mahlen

Die genaue Bedienung hängt vom Vorsatz ab. Der folgende Ablauf zeigt die üblichen Schritte.

  1. 1

    Maschine ausschalten, Stecker ziehen und den Vorsatz am Zubehörantrieb anbringen.

  2. 2

    Feinheit am Vorsatz einstellen, für den ersten Durchgang eher grob beginnen.

  3. 3

    Schüssel oder Behälter unter den Auslass stellen.

  4. 4

    Stecker einstecken, Stufe laut Anleitung wählen, meist eine niedrige bis mittlere.

  5. 5

    Getreide nach und nach in den Trichter füllen, nicht über die Markierung.

  6. 6

    Für feineres Mehl die Einstellung schrittweise feiner wählen oder ein zweites Mal mahlen.

  7. 7

    Nach dem Mahlen Restmehl mit Pinsel entfernen, das Mahlwerk nicht nass reinigen, sofern die Anleitung nichts anderes sagt.

Hinweis:Mahlen erzeugt Wärme und belastet den Antrieb. Mahlen Sie größere Mengen in Etappen und halten Sie die Pausen ein, die Hersteller für Maschine und Vorsatz angeben.

Mit frisch gemahlenem Mehl backen

Selbst gemahlenes Mehl ist Vollkornmehl: Es enthält das ganze Korn mit Schale und Keimling. Deshalb nimmt es mehr Wasser auf als helles Auszugsmehl wie Type 405 oder 550. Rechnen Sie mit einer höheren Teigausbeute und geben Sie dem Teig nach dem Mischen eine Quellzeit von etwa 20 bis 30 Minuten. Wie Sie die Wassermenge berechnen, erklärt der Beitrag Teigausbeute berechnen.

Weil Keimling und Schale Fett enthalten, verliert Vollkornmehl mit der Zeit an Aroma. Mahlen Sie am besten nur so viel, wie Sie zeitnah verbacken, und lagern Sie Reste kühl und dunkel. Den Unterschied zwischen Typenmehlen und Vollkorn erklärt die Seite Mehltypen erklärt, die Werte finden Sie auch in der Mehltypen-Tabelle.

Aufsatz oder eigene Getreidemühle?

Ein Aufsatz spart Platz und reicht für gelegentliches Mahlen, etwa ein Brot pro Woche. Er ist aber langsamer als eine eigenständige Getreidemühle und belastet den Motor der Küchenmaschine. Für Familien, die mehrmals pro Woche mit Vollkorn backen, ist eine separate Mühle oft die bequemere Lösung.

Wichtig ist in beiden Fällen eine Knetmaschine, die schwere Vollkornteige gut verträgt. Modelle mit großer Schüssel und viel Reserve stellt der Ratgeber Küchenmaschinen für Brotteig vor. Für Roggenvollkorn lesen Sie auch Roggen- und Sauerteig kneten.

Bedenken Sie auch die Zeit: Ein Vorsatz mahlt deutlich langsamer als eine Tischmühle mit eigenem Motor. Für ein Kilogramm Mehl sollten Sie mehr Zeit einplanen als für das eigentliche Kneten. Wer Brotbacken als Wochenendprojekt sieht, empfindet das nicht als Nachteil, wer jeden Tag frisch backen möchte, schon.

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Häufige Fragen

Wird das Mehl aus dem Aufsatz so fein wie gekauftes Mehl? Für Vollkornbrot ja, für sehr feines Gebäck eher nicht. Helle Typenmehle werden in der Mühle zusätzlich gesiebt, das leistet ein Haushaltsaufsatz nicht.

Kann ich Hafer zu Haferflocken verarbeiten? Dafür ist eine Flockenquetsche gedacht. In der Getreidemühle entsteht Hafermehl oder Schrot.

Muss ich das Getreide waschen? Handelsübliches Speisegetreide ist gereinigt. Waschen Sie es nicht vor dem Mahlen, feuchte Körner verkleben das Mahlwerk.

Schadet das Mahlen der Küchenmaschine? Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht. Halten Sie Mengen und Pausen laut Anleitung ein und beobachten Sie, ob das Gehäuse zu warm wird, siehe Küchenmaschine wird heiß.

Was Sie dafür brauchen